Wie Lange Muss Man Bohnen Blanchieren
Zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2021
Du liebst es, grüne Bohnen zu essen und willst auch in den kälteren Monaten nicht darauf verzichten müssen? Dann friere sie einfach im Sommer ein und hab das ganze Jahr was davon. So einfach geht's.
In diesem Artikel möchten wir die Zweifel rund um das Thema Bohnen-Einfrieren ausräumen. Unter anderem wirst du erfahren, wann und wie du diese Hülsenfrüchte einfrieren solltest und was genau du zu beachten hast, um auch noch ein paar Monate nach der Ernte genießbare Bohnen essen zu können.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Das Wichtigste in Kürze
- 2 Bohnen einfrieren: Was du wissen solltest
- 2.1 Kann man Bohnen einfrieren?
- 2.2 Wann sollten Bohnen eingefroren werden?
- 2.3 Sollte man vor dem Einfrieren die Bohnen blanchieren bzw. kochen?
- 2.4 Was passiert, wenn man Bohnen roh einfriert?
- 2.5 Wie lange sind eingefrorene Bohnen haltbar?
- 2.6 Wie sollten Bohnen aufgetaut und verarbeitet werden?
- 2.7 Was passiert, wenn man Bohnen vor dem Einfrieren vakuumiert?
- 2.8 Warum sollten Bohnen mit Bohnenkraut eingefroren werden?
- 2.9 Wie kann man Bohnen einfrieren, ohne Plastik zu verwenden?
- 2.10 Sollten dicke Bohnen getrocknet oder eingefroren werden?
- 3 Welche Alternativen gibt es zum Einfrieren der Bohnen?
- 3.1 Bohnen einkochen
- 3.2 Bohnen trocknen
- 3.3 Bohnen sauer einlegen
- 4 Fazit
Das Wichtigste in Kürze
- Bohnen sollten noch frisch, also gleich nach der Ernte eingefroren werden. Für die Haltbarkeit und Qualität der Bohnen ist die Vorbereitung vor dem Einfrieren wichtig. Im Allgemeinen sind sie für 9-12 Monate haltbar.
- Bohnen sollten vor dem Einfrieren blanchiert oder gekocht werden. Somit verlieren sie durch das Einfrieren ihren Geschmack, ihre Farbe und ihren Biss nicht. Außerdem können dadurch auch noch ihre zahlreichen Vitamine erhalten werden.
- Je nachdem, was du mit den Bohnen machen möchtest und ob du sie schon vor dem Einfrieren blanchiert hast, solltest du diese vor der Verwendung zuerst auftauen lassen oder kannst sie gleich mit anderen Zutaten kochen.
Bohnen einfrieren: Was du wissen solltest
Grüne Bohnen sind nicht nur gesund, sie können auch sehr verschieden in der Küche eingesetzt werden. Als Salat, Gemüsebeilage oder auch für Suppen und Eintöpfe eignen sich diese Hülsenfrüchte besonders gut.
Im Folgenden wollen wir die meist gestellten Fragen rund um das Einfrieren der Bohnen beantworten und dir somit ein umfassendes Wissen bieten, das dir in der Küche mit Sicherheit weiterhelfen wird.
Kann man Bohnen einfrieren?
Um dir diese Frage gleich mal vorweg schnell zu beantworten, ja, man kann Bohnen einfrieren. Wie auch viele andere Obst- und Gemüsesorten, lassen sich auch Bohnen im Gefrierfach verstauen. Bevor du also deine Bohnen schlecht werden lässt, frier sie lieber ein. So kannst du jederzeit, auch außerhalb der Saison, wie beispielsweise im Winter, Bohnen genießen. Beim Einfrieren von Bohnen solltest du aber einige Dinge beachten. Im Folgenden werden wir nun auf ein paar weit verbreitete Zweifel eingehen, um dir zu zeigen, wie Bohnen richtig eingefroren werden.
Wann sollten Bohnen eingefroren werden?
Je frischer, desto besser. Dies gilt auch für Bohnen. Du solltest diese Hülsenfrüchte am besten gleich nach der Ernte oder noch am gleichen Tag, wie du sie eingekauft hast, einfrieren. So sind sie auch noch nach dem Auftauen in einer guten Qualität und vollkommen genießbar.
Sollte man vor dem Einfrieren die Bohnen blanchieren bzw. kochen?
Dies ist eine der wichtigsten Fragen rund um das Thema Bohnen-Einfrieren und relativ klar zu beantworten. Das Blanchieren bzw. Kochen der Bohnen ist kein Muss, aber wenn du die grüne Farbe, die guten Inhaltsstoffe und den Geschmack der Bohnen erhalten möchtest, dann solltest du sie auf jeden Fall vor dem Einfrieren blanchieren oder kochen. Bohnen enthalten einige B-Vitamine, Vitamin A, Vitamin C, Magnesium, Zink und Calcium. Wegen des Blanchierens bzw. Kochens bleiben nicht nur diese Inhaltsstoffe während des Gefrier-Zeitraumes erhalten, sondern auch Keime und Enzyme werden getötet. Mit der folgenden Tabelle möchten wir dir die Unterschiede zwischen dem Blanchieren und Einfrieren präsentieren.
| Vorbereitung | Kochzeit | Verwendung |
|---|---|---|
| Blanchieren | 3 Minuten | Eintöpfe, Suppen oder als Gemüsebeilage |
| Kochen | 5-8 Minuten | Salat oder schnelle Gerichte |
Solltest du dich für das Blanchieren entscheiden, brauchst du die Bohnen nur etwa 3 Minuten in kochendes Salzwasser geben. Beim Kochen sollten sie zwischen 5 und 8 Minuten köcheln. Letzteres ist besonders gut geeignet, wenn es beim Zubereiten dann schnell gehen soll oder, wenn die Bohnen für einen Salat verwendet werden. Blanchierte Bohnen sind besser für Eintöpfe, Suppen oder als Gemüsebeilage geeignet.
Was passiert, wenn man Bohnen roh einfriert?
An sich könntest du auch Bohnen roh einfrieren. Also gleich nach dem Ernten waschen, die Enden abschneiden und einfrieren. Dies ist um einiges weniger arbeitsaufwendig, als sie vor dem Einfrieren noch zu blanchieren oder zu kochen.
Auf der anderen Seite bringt dies aber auch einige Nachteile mit sich. Die frisch grüne Farbe bleibt nicht erhalten, die Bohnen verlieren beim Auftauen ihren Biss und auch ein wenig an Geschmack. Außerdem sind wichtige Vitamine der Hülsenfrucht nicht mehr aufnehmbar.
Technisch gesehen ist es also durchaus möglich, Bohnen roh einzufrieren. Je nachdem, ob der geringere Zeitaufwand oder die Vorteile des Blanchierens bzw. Kochens, für dich wichtiger sind, kannst du dich für eine der beiden Methoden entschieden.
Wie lange sind eingefrorene Bohnen haltbar?
Während frische Bohnen nur wenige Tage im Kühlschrank genießbar bleiben, sind gefrorene Bohnen bis zu 9-12 Monate im Gefrierfach haltbar. Wenn du also im Sommer deine Bohnen erntest oder mal eine größere Menge kaufst, dann solltest du unbedingt einen Teil davon einfrieren.
Eingefrorene Bohnen sind bis zu 12 Monate haltbar.
Falls du diese zuvor kochst, dann sollten sie bis zu 9 Monate haltbar sein. Hingegen, wenn sie von dir blanchiert werden, können sie auch bis zu 12 Monate haltbar bleiben.
Damit umgehst du nicht nur, wertvolles Gemüse entsorgen zu müssen, sondern kannst dir auch gleich einen Vorrat für das ganze Jahr aufbauen. Auch außerhalb der Erntesaison kannst du somit jederzeit Bohnen auftauen und essen.
Wie sollten Bohnen aufgetaut und verarbeitet werden?
Je nachdem, wofür du die Bohnen verwenden möchtest, solltest du die eingefrorenen Hülsenfrüchte vor dem Weiterverarbeiten auftauen lassen oder nicht. Wenn du beispielsweise damit eine Suppe oder einen Auflauf kochen möchtest, ist das Auftauen nicht notwendig. Du kannst die gefrorenen Bohnen mit anderen Zutaten kochen lassen bis sie durch sind.
Bei Salaten wird dir geraten, die Bohnen bei Zimmertemperatur oder auch kurz im Kühlschrank auftauen zu lassen. Dies ist allerdings nur sinnvoll, wenn du die Bohnen vor dem Einfrieren blanchiert hast. Ansonsten musst du sie spätestens jetzt blanchieren.
Abhängig davon, ob du die Bohnen roh oder blanchiert eingefroren hast, musst du sie nach dem Auftauen, länger oder weniger lang in kochendes Salzwasser geben. Zuvor blanchierte Bohnen, brauchen nur etwa 5 Minuten bis sie genießbar sind, hingegen brauchen roh eingefrorene Bohnen zwischen 8 und 10 Minuten.
Was passiert, wenn man Bohnen vor dem Einfrieren vakuumiert?
Eine andere gute Möglichkeit, Bohnen im Gefrierfach länger haltbar zu machen, ist es, die Hülsenfrüchte vor dem Einfrieren zu vakuumieren. Damit können sie 10-12 Monate im Gefrierfach liegen bleiben. Alles, was du dafür tun musst, ist es die Bohnen zu waschen, ihre Enden abzuschneiden und sie für ca. 3 Minuten zu blanchieren. Danach sollten sie für ungefähr die gleiche Zeit in einem Eisbad liegen bleiben und anschließend abgetrocknet werden. Abschließend kannst du die trockenen blanchierten Bohnen vakuumieren und in das Gefrierfach geben.
Warum sollten Bohnen mit Bohnenkraut eingefroren werden?
Als allgemeiner Tipp gilt, Bohnen mit frischem Bohnenkraut einzufrieren oder sie damit zu kochen. Es riecht und schmeckt ein wenig nach Pfeffer und soll den Geschmack der Hülsenfrüchte verbessern. Außerdem soll dieses Kraut bei Magenproblemen helfen. Probiere es also einfach mal aus!
Wie kann man Bohnen einfrieren, ohne Plastik zu verwenden?
Am häufigsten werden zum Einfrieren Plastikbehälter oder Gefrierbeutel verwendet. Dennoch gibt es auch einige gute Alternativen für diejenigen, die umweltbewusster leben möchten oder einfach mal auf Plastik verzichten möchten. Dazu gehören Behälter aus Glas, sowie aus Edelstahl oder Dosen. Verwende zum Einfrieren der Bohnen Behälter aus Glas oder Edelstahl. Die wichtigsten Aspekte, die eine gute Verpackung ausmachen, sind ihre Kältebeständigkeit und ihre Fähigkeit luftdicht zu sein. Sind diese nicht gegeben, kann auch nicht für die Haltbarkeit der Bohnen gesorgt werden. Verpackungen, die du also unbedingt vermeiden solltest, sind welche aus Papier, Karton oder Tüchern.
Sollten dicke Bohnen getrocknet oder eingefroren werden?
Um dicke Bohnen, auch Saubohnen genannt, haltbar zu machen, kannst du diese entweder an freier Luft trocknen lassen oder sie in einen Backofen oder in ein Dörrgerät geben. Sinnvoller für die Haltbarkeit ist es aber dennoch, die Saubohnen, wie die grünen Bohnen, kurz zu blanchieren und dann einzufrieren.
Welche Alternativen gibt es zum Einfrieren der Bohnen?
Du möchtest Bohnen länger haltbar machen, ohne sie einfrieren zu müssen? Im Folgenden zählen wir dir ein paar Alternativen auf und gehen anschließend noch genauer auf sie ein.
- Bohnen einkochen
- Bohnen trocknen
- Bohnen sauer einlegen
Nun wollen wir kurz die soeben aufgelisteten Alternativen besser beschreiben, damit du auch noch andere Wege kennenlernst, um Bohnen länger haltbar zu machen. Wir ziehen einen Vergleich zwischen den unterschiedlichen Methoden und erklären dir die jeweils wichtigsten Steps auf dem Weg zur Haltbarkeit.
Bohnen einkochen
Eine gute Alternative zum Einfrieren ist es, Bohnen einzukochen. Dadurch können sie in etwa ein Jahr oder auch länger haltbar gemacht werden. Um Bohnen einzukochen, musst du sie zuerst waschen, putzen, sowie anschließend in kochendem Salzwasser blanchieren. Wenn du sie aus dem Wasser geholt hast, lässt du sie ein wenig trocknen und bringst gleichzeitig das Bohnenwasser wieder zum Kochen.
Anschließend befüllst du das Einkochglas bis drei Zentimeter unter dem Rand mit Bohnen, Bohnenwasser und etwas Essig. Der Essig bewirkt, dass die Farbe der Bohnen erhalten bleibt. Zusätzlich kannst du auch noch Bohnenkraut dazugeben und das Glas dann gut verschließen.
Abschließend kochst du das Bohnenglas bei 100 Grad Celsius im Einkochtopf für 2 Stunden ein oder gibst es bei 190 Grad Celsius in den Backofen. Wichtig ist, dass du beim Auskühlen des Glases nicht vergisst, es mit einem Geschirrtuch zu bedecken.
Bei dieser Methode gehen der Geschmack und Vitamine oft verloren. Dies ist leider der Nachteil des Einkochens.
Bohnen trocknen
Eine andere Alternative zum Einfrieren kann das Trocknen sein. Dies ist zwar viel zeitaufwendiger, aber dennoch eine gute Möglichkeit, grüne Bohnen für längere Zeit haltbar zu machen. Dabei müssen sie zuerst blanchiert und dann an einem warmen und luftigen Ort getrocknet werden. Dieser Prozess dauert mindestens 5 Tage. Je nach Luftzirkulation kann es auch um einiges länger dauern.
Die getrockneten Bohnen kannst du anschließend in einem Glas verstauen und für ein paar Monate aufbewahren. Vor dem Verwenden der Bohnen solltest du sie für ein paar Stunden in eine Schüssel Wasser geben, um sie einzuweichen. Danach kannst du wie gewohnt die Hülsenfrüchten verarbeiten und genießen.
Bohnen sauer einlegen
Wenn du Bohnen nur für etwa eine Woche haltbar machen möchtest und sie für einen Salat benötigst, dann kann es auch eine gute Option sein, Bohnen sauer einzulegen. Hierbei musst du wie gewohnt die Bohnen zuerst waschen und putzen und dann je nach Belieben 5-10 Minuten in Salzwasser kochen.
Anschließend bringst du gesalzenes Wasser mit Essig, Zucker, Zwiebeln und evtl. Zimt und Gewürznelken kurz zum Köcheln. Die bereits gekochten Bohnen gibst du dann in einen Topf und übergießt sie mit der kochenden Flüssigkeit bis sie gut bedeckt sind. Die Bohnen sollten mindestens einen Tag lang ziehen.
Fazit
Wie du durch unseren Artikel nun umfassend informiert worden bist, kann man Bohnen ganz ohne Probleme für ca. ein Jahr einfrieren. Somit kannst du, wann auch immer du möchtest, Bohnen auftauen und sie in den verschiedensten Kombinationen verzehren.
Wenn du sie vor dem Einfrieren blanchierst oder kochst, verlieren sie ihre gesunden Vitamine und Inhaltsstoffe dabei nicht und behalten auch ihren Geschmack und ihre grüne Farbe. Solltest du also das nächste Mal frische grüne Bohnen bei dir zu Hause haben, weißt du was du machen kannst, um eine Verschwendung zu vermeiden und um gleichzeitig einen Vorrat für den Winter aufzubauen.
(Titelbild: Sonja Langford / 123rf)
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